Die Folgen einer Magersucht .

Ich / Wir sind nicht krank möchte ich nur mal sagen!

 

  • Fasten, Erbrechen und der Gebrauch von Abführmitteln können zu einem Mangel an lebensnotwendigen Elektrolyten wie z.B. Kochsalz, Magnesium oder Kalium führen.
  • Elektrolytstörungen schädigen das Nierengewebe und beeinträchtigen die Nierenfunktion.
  • Kaliummangel und Säuremangel: Folgen können Herzrhythmusstörungen sein. Langjähriger Kaliummangel kann die Nierenfunktion dauerhaft schädigen: Das Nierengewebe schrumpft und es kommt zu einer chronischen Niereninsuffizienz.
  • In Verbindung mit einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme kann schließlich der Harnsäurespiegel ansteigen und so ebenfalls zu Nierenstörungen führen.
  • Durchblutungsstörungen führen häufig zu Kältegefühlen an den Händen und Füßen. Oft kommt es auch zu Schwindelgefühlen und Ohnmachtsanfällen.
  • Veränderung der Hormone, durch die Gewichtsabnahme: Folgen sind trockene, rissige Haut, brüchiges, dünnes Haar (Haarausfall), Unregelmäßigkeiten des Zyklus bis hin zum Ausfall der Monatsblutung, Abnahme der Libido und der Fruchtbarkeit, fehlendes Wachstum der Brust und Stopp des Größenwachstums.
  • Häufiges Erbrechen kann zu Sodbrennen und Entzündungen der Speiseröhre aufgrund der zurückfließenden Magensäure führen. Manchmal bilden sich dadurch Geschwüre, die lebensbedrohlich werden.
  • Vitamin-D-Mangel: Der Knochenstoffwechsel wird gestört. Die Folgen sind Knochenerweichung (Osteomalazie) und eine Verminderung der Knochengrundsubstanz (Osteoporose).
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     PSYCHISCHE FOLGEN :

    Durch die kohlenhydratarme Ernährung kann die Übertragung zwischen den Nervenzellen im Gehirn beeinträchtigt werden. Stimmungsschwankungen setzen ein, das psychische Gleichgewicht gerät auseinander. Es kommt zu Depressionen und Selbstmordgedanken.

     

     

    Heilungschancen von Magersucht

    Viele Magersüchtige halten an ihrem gestörten Essverhalten ein Leben lang fest. Nach einer Therapie erreichen meistens nur 30% der Kranken wenigstens annähernd ihr Normalgewicht. Die Rückfallquote ist hoch. Häufig müssen Magersuchts-Patienten schon bald wieder in die Klinik aufgenommen werden, da sie alleine mit dem Alltag, Stresssituationen und ihrer Nahrungsaufnahme überfordert sind. Völlig von der Krankheit geheilt werden nur wenige Patienten. Und auch wenn sich ihr Essverhalten verbessert, begleitet sie die ständige Angst vor dem "Dickwerden" doch immer weiter.